Waldsee und Halde Rheinpreussen, Moers

4,1 km zwischen wunderschön und Wahnsinn. Diese Gefühlsschwankung passiert, wenn man plötzlich anstatt auf dem Wanderweg auf der Mountainbikeroute mitten am Hang landet und sich nicht sicher ist, ob man jemals wieder heile unten an kommt.

Der Waldsee
Waldsee-Halden-Tour in Moers, 4,1 km

Aber so stellt man bzw ich dann auf die harte Tour fest, wie gut ich eigentlich klar komme. Wie sehr Wandern und das Leben sich eigentlich gleichen.

Ein Stück war ich auf dem Nordrheinischen Jakobsweg unterwegs

Es gibt gute entspannte Wege und Wege mit Hindernissen. Wege, wo man mal Hilfe benötigt und Wege, wo man denkt, niemals wird es wieder besser. Wandern ist Leben in komprimierter körperlicher Form.

Die Halde Rheinpreussen

Und so wunderte es mich nicht, als ich stolz unten ankam, dass man mich fragte, wo man denn am Besten laufen könnte und ich natürlich gerne einen Tipp gab. Wenn ich bedenke, wo mein beruflicher Weg nun lang gehen wird, kein Wunder. 😂 #Wandernhilft

Begleitet mich nun immer – mein Maskottchen Pilgrim Pilcher

Swalmen, NL – Selbsterfahrung auf 11km

Ich habe heute etwas verstanden.
Wandern ist nicht nur eine Art zu sich selbst zu finden. Für mich ist es wie eine Verbindung mit der Natur und allem, wofür wir noch keinen Namen haben. Eine Art göttliche Energie vielleicht?

Selbstgeschnitzte Tierskulpturen findet man am Anfang
Das Flüsschen begleitet einen fast den ganzen Weg
Teilweise gibt es heftige Hindernisse, die man überwinden muss.


Ich fühle es auf alle Fälle. Möge man mich für verrückt halten, aber ich finde gerade meinen Weg auch zu meinem Glauben. Ketut Licher sagte ja, wenn man mit seinen Beinen auf dem Boden steht als hätte man vier davon, denn Kopf ausschaltet und mit dem Herzen denkt, dann würde das Universum in Dich hinein strömen.

Auch am Wegesrand gibt es viel Schönes.

Genau so fühlt es sich an.
Mein Weg war es auf alle Fälle und ich genieße gerade total dieses neue Lebensgefühl.

Am Ende fühlt man sich großartig.

Hülser Berg, Krefeld – Auf den Spuren von Damwild und Wildschweinen

Zusammen mit meiner Freundin Marie machten wir eine 3 Stunden Wandertour mit Hund durch den Hülser Berg.

Damwild-Selfie

Ab dem Parkplatz am Restaurant Hülser Berg ging es am Aussichtsturm vorbei bis runter zum Gehege des Damwilds. Nach einer kleinen Stärkung mit Blaubeermuffins besuchten wir noch die Wildschweine bis es nach einem Aufstieg wieder zurück ging in Richtung Parkplatz.

Die Gang der Eichelsucher

Die Tour ist mit 3 Stunden bei gemütlichem Gang super zu meistern und eine schöne Alternative hier in der Region für einen gemütlichen Tagesausflug. Eine richtige Wandertour ist es allerdings natürlich nicht.

Auch kleine Aufstiege gab es.

Molenplas, NL – ein Paradies

Einer der schönsten Orte, den ich je gesehen habe, ist der Molenplas. Allerdings hatte ich zusätzlich heute auch einen Tag mit perfektem Licht. Für eine Hobbyfotografin ein echter Traumtag.

Es gibt zwei Wege. Einen großen und den kleineren Weg, den ich gelaufen bin.
Der Weg führt über Findlinge


Das richtige Licht sorgt dafür, dass die Umgebung wie eine Märchenlandschaft erscheint und so auch jedes Foto einfach toll wird. Zeitweise hatte ich das Gefühl als wollte sich das Universum für die letzten bescheidenen Wochen bei mir entschuldigen. Danke Universum. 😄 Es war wirklich ein ergiebiger und heilsamer Tag. Ich hoffe nur, dass es keine Vorbereitungen auf eine neue bescheidene Zeit ist. Aber man soll ja positiv bleiben. 😄

Die Aussicht ist der Wahnsinn


Und so genieße ich noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages und erfreue mich daran, dass ich nur eine Stunde Fahrtzeit benötige, um so einen tollen Ort samt Kühen, Pferden und anderen Bewohnern erkunden zu können, um dort körperlich und auch seelisch wieder etwas mehr zu heilen.
Denn eines merke ich immer deutlicher – Laufen hilft und heilt.

An der Mühle gibt es Kaffee und auch Livemusik


Viele Beispiele für den positiven Effekt des Wanderns auf die Seele gibt es ja. Man denke auch an Leute wie Hape Kerkeling oder Cheryl Strayed.

Karibik oder Wanderweg?

Und auch ich bemerkte heute deutlich, wie der Weg mir etwas über mich selbst erzählte. Über mein verlorenes Vertrauen in meinen Körper. Über meine Angst. Aber es war keine negative Erfahrung. Im selben Moment wuchs mein Vertrauen wieder, da ich bemerkte, was mein Körper alles aushält und schaffen kann. In dieser Bullenhitze ohne Wind über mehrere Kilometer.
Mehr als ich jemals (Ich war noch nie in besonders toller körperlicher Verfassung gewesen.) und vor allem aktuell gedacht hätte.

Als wäre man im Märchenland und müsste Abenteuer bestreiten

Ich bin so heute nicht nur diesen Weg gelaufen, sondern nach den letzten schlimmen Wochen mit meiner Gesundheit auch ein Stück zurück zu mir.
Danke dir Wanderweg.

Märchenhaft schön mit Rindern und Pferden Nase an Nase.